Das OJS-Netzwerk des DFG-geförderten Projekts SeDOA (Servicestelle Diamond Open Access) lädt zu einem Workshop der deutschsprachigen Community für die vom Public Knowledge Project (PKP) entwickelte freie und Open-Source-Publikationssoftware Open Journal Systems (OJS) ein.
Bei dem OJS-Workshop wollen wir gemeinsam als Community an den Themen und Fragen der deutschsprachigen OJS-Community arbeiten. Wir wollen uns dabei Zeit zum Austausch nehmen und in themenbezogenen Sessions die Arbeit mit und an OJS diskutieren und planen.
Ziel des Workshops ist es, die deutschsprachige OJS-Community zusammenzubringen und gemeinsame, themenbezogene Arbeits- und Diskussionsräume zu schaffen. Wir möchten uns bewusst Zeit für intensives gemeinsames Arbeiten nehmen, um Inhalte auf verschiedenen Ebenen gemeinsam zu klären und so Impulse für die nächsten Schritte der OJS-Community zu setzen. Die Sessions richten sich dabei an den Perspektiven der Netzwerkbeteiligten aus: Redaktionen und Herausgebende, institutionelle Publikationsdienste, Entwickler:innen sowie weitere Teilnehmer:innen diskutieren gemeinsam in von der Community vorbereiteten Workshops. Insgesamt soll der OJS-Workshop ein Format etablieren, das alle relevanten Akteur:innen zusammenführt, Bedarfe bündelt, Erfahrungen teilt, Lösungen erarbeitet und Kooperationen innerhalb der Community anstößt.
Organisation & Moderation: Kristin Ameis (SUB HH) & Oliver Krüger (SUB HH)
Der Workshop findet von Donnerstag, den 17.09.2026 12 Uhr, bis Freitag, den 18.09.2026 14 Uhr, an der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky in Hamburg statt.
Bei Fragen zur Veranstaltung melden Sie sich gern via E-Mail.
Programm

Die einzelnen Workshops im Detail:
Donnerstag, 17.09.2026 – Session 1 – 13:30-15:00 Uhr
durchgeführt von Daniel Beucke (SUB Göttingen), Dr. Michael Kleineberg (FU Berlin)
Die bekannte Website der deutschsprachigen OJS-Community, ojs-de.net, wird aktuell im Rahmen eines Community-Projekts konzeptionell überarbeitet und aktualisiert. Dieser Workshop bietet eine weitere Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung und inhaltlichen Ausrichtung des Relaunchs von ojs-de.net zu beteiligen. Im Fokus stehen dabei die Begutachtung und Überarbeitung von vorbereiteten Inhalten.
durchgeführt von Jakob Kreß (Universität Münster)
Im Workshop werden erste Einblicke in den Ablauf der Netzwerktreffen und den daraus gewonnen Erkenntnissen gegeben. In der anschließenden Diskussion geht es u. a. um die Frage, welche Art der Unterstützung auf redaktioneller Ebene bisher fehlt und wie sich ebendiese im Rahmen etablierter Strukturen und Prozesse leisten ließe. Des Weiteren sollen gemeinsam Barrieren zur redaktionellen Vernetzung und Weiterentwicklung herausgearbeitet und mögliche Strategien einer redaktionell-geleiteten Weiterführung des OJSRed erkundet werden.
Donnerstag, 17.09.2026 – Session 2 – 15:30-17:00 Uhr
durchgeführt von Isabella Meinecke (SUB Hamburg)
In dem Workshop geht es um konkrete Möglichkeiten, Diamond Open Access nachhaltig und qualitätsgesichert mit OJS umzusetzen. Ausgehend von der SeDOA-Definition von Diamond Open Access betrachten wir die daraus abgeleiteten Anforderungen und diskutieren, wie sich diese mit OJS praktisch umsetzen lassen. Darüber hinaus möchten wir uns darüber austauschen, welche Voraussetzungen, Ressourcen und Unterstützungsangebote nötig sind, um die Umsetzung von Diamond Open Access mit OJS zu erleichtern.
durchgeführt von Kristin Ameis (SUB Hamburg) und Oliver Krüger (SUB Hamburg)
OJS wird stetig weiterentwickelt. Insbesondere die Integration eines Editors in der zukünftigen Version OJS 3.6 wird große Veränderungen mit sich bringen. In diesem Workshop wird zum einen darauf eingegangen, welche Entwicklungen auf OJS-Nutzende zukommen. Zum anderen wollen wir aktuelle Bedarfe aus der Community an OJS thematisieren. Dabei wollen wir erarbeiten, welche Anforderungen wir zukünftig in die OJS-Community tragen möchten.
durchgeführt von Anita Eppelin (TIB Hannover)
Eine Vielzahl von wissenschaftsgetragenen Publikationsangeboten basiert auf Open Journal Systems (OJS) und ist abhängig von dessen langfristiger Weiterentwicklung. Seit 2026 haben deutsche Einrichtungen die Möglichkeit, die nachhaltige Pflege der Software durch das Public Knowledge Project (PKP) über ein von der TIB koordiniertes Konsortium mitzutragen. Die Session bietet Raum für einen offenen Austausch über das Konsortialangebot, das stellvertretend für die konsortiale Finanzierung von offenen wissenschaftlichen Infrastrukturen insgesamt steht.
Freitag, 18.09.2026 – Session 3 – 9:15-10:45 Uhr
durchgeführt von Daniel Beucke (SUB Göttingen), Oliver Krüger (SUB Hamburg)
Welche Services bieten Institutionelle Publikationsdienste (IPSPs) und Universitätsverlage heute über das reine Hosting von OJS hinaus an? Im Workshop erheben wir zunächst gemeinsam den aktuellen Stand der angebotenen und genutzten Services. Anschließend diskutieren wir in Gruppen unterschiedliche Servicemodelle und beleuchten deren Vor- und Nachteile im Spannungsfeld zwischen Standardisierung, Ressourcenaufwand und individueller Betreuung. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Perspektiven für die Weiterentwicklung von Serviceangeboten zu entwickeln.
Dieser Workshop bietet Raum für die Themen, Fragen und Herausforderungen, die die Mitglieder des Netzwerks aktuell beschäftigen. Die Themen werden gemeinsam von den Teilnehmenden eingebracht und in Gruppen diskutiert. Der Workshop bietet Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch, zur Diskussion konkreter Fragestellungen und zur Vertiefung von Themen, die für die Arbeit mit OJS relevant sind.
Freitag, 18.09.2026 – Session 4 – 11:00-12:30 Uhr
durchgeführt von Kristin Ameis (SUB Hamburg) und Oliver Krüger (SUB Hamburg)
Das OJS-Netzwerk lebt vom Austausch und der aktiven Mitgestaltung der OJS-Community. In diesem Workshop möchten wir gemeinsam auf die bisherigen Aktivitäten des Netzwerks blicken, aktuelle Bedarfe identifizieren und Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit entwickeln. Ziel ist es, gemeinsam die nächsten Arbeitsschwerpunkte und Formate des OJS-Netzwerks zu planen und weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen
Das DFG geförderte Projekt SeDOA hat zum Ziel, die Effizienz des Diamond-Open-Access-Publizierens in Deutschland durch bessere Koordinierung und Sichtbarkeit von vorhandenen, dezentralen Publikationsinfrastrukturen zu steigern, zentrale Informationen bereitzustellen sowie Innovationen zu fördern. Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg ist Projektpartner von SeDOA.
Links
SeDOA: https://diamond-open-access.de
OJS-Netzwerk: https://diamond-open-access.de/services/community-support/ojs-netzwerk/